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14.02.2010

Spannendes Remis in Altenhagen: Ferndorf spielt 34:34


Sowohl Hilmar Gudmundsson als auch Kai Rottschäfer spielten in der ersten Hälfte erschreckend schwach, bereits nach sieben Minuten wechselte Dincic den Isländer aus. Bis zur Pause konnte von „sicherem Rückhalt“ keine Rede sein, dazu gesellten sich Ende der ersten Hälfte einige individuelle Fehler der Feldspieler, so dass die eigentliche Überlegenheit des TuS im Pausenstand von 18:17 keinen Ausdruck fand. „Wir hätten mit fünf Toren Vorsprung in die Kabine gehen müssen“, befand dann auch Spielmacher Michael Feldmann, der in Ostwestfalen nicht ganz so stark auftrat wie in den vergangenen Spielen.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Gastgebern und Caslav Dincic musste beim Stand von 19:22 die Auszeit nehmen. Kuriose Szene dann einige Minuten später: Altenhagen führte mit 23:20 und warf ein reguläres Tor – allein, die „24“ erschien nicht auf der Anzeigetafel. Als Maik Pallach kurz später mit einem Aufsetzer traf, hieß es gut lesbar für die Zuschauer 23:21. Nur am Tisch der Zeitnehmer oder auf der Bank der Altenhagener schien niemand diesen Lapsus zu bemerken. Auswirkungen hat das keine – der Spielbericht wurde unterschrieben, Einspruch keiner eingelegt.

Wie auch immer: Der TuS Ferndorf zeigte jetzt Kampfgeist und kam langsam wieder heran, bis Carsten Lange per Schlagwurf den 23:23-Ausgleich erzielte. Der (zumindest psychologische) Knackpunkt lag in der 50. Minute: In doppelter Unterzahl führte Ferndorf mit zwei Toren und lief einen Gegenstoß, leider bekam Linksaußen Mirza Sijaric den Ball nicht richtig unter Kontrolle. Drei Tore vor bei doppelter Unterzahl hätte für die Köpfe der Siegerländer wohl die Entscheidung bedeutet. So wurde es hinten raus zu einem Geduldsspiel. Schnelle Tore hüben wie drüben, bis zum 34:34, die letzte Chance für den TuS vergab Dennis Aust, der mit viel Pech an der Latte scheiterte. Zuvor hatte Aust von der Siebenmeter-Marke eiskalte Nerven gezeigt und bei sieben Versuchen siebenmal getroffen.

„Das Unentschieden ist schon gerecht, wenn man sich den gesamten Spielverlauf ansieht“, so Dincic nach der Partie. „Die erste Halbzeit war im Angriff vielleicht unsere beste Halbzeit der Saison, da hat alles geklappt. Allerdings waren unsere Torhüter heute schlecht.“ Erwähnenswert noch, dass sich Kreisläufer Ceven Klatt die letzten zwei (!) Sekunden des Spiels von der Tribüne aus ansehen musste. Im letzten Angriff der Altenhagener hatte er seinem Gegner beim Versuch, den Wurf zu verhindern, ins Gesicht gegriffen. Auswirkungen hat diese Rote Karte nicht. Klatt selbst war nach der Partie nicht unzufrieden: „Wir haben in der zweiten Halbzeit mit drei Toren hinten gelegen – ich glaube, so ein Spiel hätten wir in der Hinrunde verloren. Daher ist das für mich ein gewonnener Punkt. Und immerhin sind wir 2010 weiter ungeschlagen."

TSG Altenhagen-Heepen – TuS Ferndorf 34:34 (17:18).

Ferndorf: Gudmundsson, Rottschäfer, Aust (9/7), Hilger (6), Lange (5), Klatt (5), Feldmann (3), Mirza Sijaric (3), Pallach (1), Blanz (1), Hambloch (1), Alen Sijaric, Lerscht.

Quelle: Expressi