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14.07.2010

HTS-Anschluss in Eichen gefordert


Kreuztal. Mit neuen Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im nördlichen Siegerland und nach Wittgenstein reagieren die beiden Bürgerinitiativen „Rettet das Mattenbachtal“ in Buschhütten und Ferndorf-Kredenbach.

Hintergrund ist eine Mitteilung von Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU), der ihnen mitgeteilt hat, dass die großräumige Fernstraßenverbindung Olpe-Hattenbach „nicht weiter verfolgt“ werde. Für die beiden Initiativen, deren Sprecher Luise Flender (Kredenbach) und Harold Becker (Buschhütten) das Schreiben kommentieren, bestätigen sich die längst getroffenen Einschätzungen – nämlich, dass die „horrenden Kosten“ einer neuen Straße zwischen Kreuztal und ­Erndtebrück in keinem Verhältnis zu dem angenommenen Verkehrsaufkommen stehen. Auch die Bürgerinitiativen seien für Verkehrsverbesserungen, allerdings nicht durch „komplett neue Straßen, sondern durch intelligenten und maßvollen Ausbau der vorhandenen Verkehrsverbindungen“ zwischen Siegerland und Wittgenstein.

Ständig neue Diskussion
Auch seien die Bürger nicht mehr bereit, die seit 25 Jahren diskutierten großen Lösungen abzuwarten, zumal diese ständig verändert und der jeweiligen politischen Situation angepasst würden. Konkret fordern die Initiativen den Verzicht auf die „überdimensionierte Startrampe“ für die Südumgehung in Buschhütten, da die Fernstraße Richtung Osten wegfalle. Der künftige Verkehr solle vielmehr auf verschiedene Straßen verteilt werden. Dass der „gordische Knoten“ der Kreuztaler Verkehrsprobleme nicht durch den Bau der Hüttentalstraße zerschlagen worden sei, liege auch daran, dass die geplante Abfahrt in Eichen nicht realisiert wurde. Im Gegenteil seien die Probleme noch schlimmer geworden, weil die Brücke Richtung Fellinghausen und die Anschlussstelle Kreuztal falsch dimensioniert „und bis heute verkehrsplanerisch dilettantisch umgesetzt“ wurden.

Deshalb werden effektive Lösungen für die hausgemachten Verkehrsprobleme wie eben die Auf- und Abfahrt in Eichen (für die schon bei Errichtung der HTS technische Vorkehrungen getroffen wurden), die vom Landesbetrieb Straßen ohnehin schon angedachte Verbreiterung der Brücke Richtung Fellinghausen sowie die intelligente Umgestaltung der Hauptkreuzung gefordert. Durch einen großzügigen Kreisverkehr ließe sich der Verkehr „in Fluss bringen“.

Flaschenhals beseitigen
Auch in Richtung Osten sei die Optimierung des Verkehrs geboten, indem der „Flaschenhals“ im Bereich der Ferndorfer Kirche beseitigt und die Zahl der Linksabbiegemöglichkeiten verringert werden. Zudem seien die Ampeln falsch synchronisiert und es mangele an Busbuchten. Mit streckenweisem Ausbau der B 508 und der B 62 ließe sich auch der Weg ins Wittgensteiner Land optimieren. Gleichzeitig würde die Südumgehung Kreuztal überflüssig. Die Planfeststellungsunterlagen für diesen zweieinhalb Kilometer langen Streckenabschnitt sollen (wie berichtet) ab September offengelegt werden.

Quelle: Westfälische Rundschau