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Erste Erwähnung 1067

Zeitlich ganz genau belegen lässt sich die erste urkundliche Erwähnung von Ferndorf. Während in Rom Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug aufrief, übertrug im Jahr 1067 der Kölner Erzbischof Anno II. umfangreiche Güter und Rechte an das Chorherrenstift St. Georg in Köln.

In der Dotationsurkunde wurden auch Einkünfte von einem Hof-Gut in Ferndorf, hier „Berentraph“ genannt, erwähnt.
Dieser Hof stand wahrscheinlich auf einem vor Hochwasser sicheren Rücken nahe der Kirche. Die Täler waren damals nämlich versumpft und unwegsam. 

Zum Begriff ‚Ferndorf’ gibt Hans Bahlow in seinem Lexikon „Deutschlands geographische Namenswelt" die Information: „Zufluss der Sieg nordöstlich von Siegen, ist entstellt und umgedeutet aus „Berentraph" 1067, „Verentref" 1304, ist also einer der vielen prähistorischen Bachnamen auf -apa im Sieg-, Lahn-, Eder- Raume, die fast alle aus vorgermanischer Zeit stammen und Wörter für Sumpf, Moor, Moder, Schlamm und dergleichen enthalten.” (Hinweis von Crauss, 07.01.2009)


Wir wissen nicht wie Berentraph zu dieser Zeit ausgesehen hat. Wir wissen aber aufgrund von Schlackefunden im Zitzenbachtal, dass es im 11. Jahrhundert dort schon mehrere sogenannte Waldhütten gab, die Kupfer- und Bleierze erschmolzen. 

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Der Kölner Erzbischof Anno II.

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Die Dotationsurkunde von 1067