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Frühe Neuzeit

Die Karte des Philipp Ploennies aus dem Jahre 1727 vermittelt einen Eindruck von der Größe der im Wachsen begriffenen kleinen Ortschaft mit den vier Urhöfen. 
Neue Einwohner siedelten sich nach und nach im Umfeld der Laurentius-Kirche an. 
Schon im Jahre 1572 wusste man von
32 Steuerzahlern in Ferndorf.

 

Kurz vor Beginn des 30-jährigen Krieges wurde um 1612 das Wohnhaus „Meddeälse“ in der Dorfmitte errichtet und 1654 „Belje“ an der Ferndorfbrücke vorm Berg. An der Provinzialstraße (auch „Chaussee“ und später „Wittgensteiner Straße“ genannt - die heutige „Marburger Straße“) entstanden um 1660 das Haus von „Boochersch“ und direkt daneben das Doppelhaus „Dierijjes" und „Lejje“. Im selben Jahrhundert wurden auch die Häuser „Schdölersch“, „Alebörnersch“ und „Boochs“, „Vörn-Flännersch“ sowie „Backes“ erbaut. Das Baujahr dieser Gebäude konnte inzwischen durch die Untersuchung der verwendeten Holzbalken festgestellt werden.

 

1708 zählte man nach der Überwindung der Kriegs- und Pestzeiten 46 Familien mit rund 290 Menschen. Die Gruben „Brüche", „Glücksanfang" und „Gottessegen" wurden 1722 erstmals erwähnt, 1771 dann auch die Gruben „Jungermann, „Sonnenberg" und „Kuhlenberg". 

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„Schurlmeißdersch“ um 1910, 1524 erbaut (Vinsterhof 1)

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Gewerke des Berger Hammers um 1920 vor den Häusern „Wärds“ /„Alebörnersch“/„Boochs“ (Vorm Berge 24/26) - das rechte Doppelhaus wurde um 1668 erbaut

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„Backes“ (Feldhof 7) im Jahre 1955, um 1691 erbaut [RH]