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19.03.2012

SGV wünscht sich jüngeren Vorstand


Kreuztal-Littfeld. Die zukünftige Ausrichtung war das Thema des Sauerländer Gebirgsvereins, Abteilung Siegen, am Samstag in der Alten Kapellenschule. Die Mitglieder trafen sich dort zu ihrer Frühlingsversammlung. „Der SGV ist ein attraktiver Verein“, so der Bezirksvorsitzende Jürgen Althaus. Auch in den Abteilungen würden attraktive Angebote gemacht. In der Öffentlichkeit komme aber wenig davon an, „offensichtlich fehlt es an der nötigen Werbung“.

Wichtigstes Ziel ist die Gewinnung der jungen Menschen. Das Thema Schulwandern werde von der Unesco als wichtiger Beitrag zur weltweiten Bildungsoffensive eingestuft. 2009 sei ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wanderjugend gestartet worden, so Manfred Wied, Bezirksfachreferent für Wandern und Freizeit. Nach längeren Vorbereitungen solle es am 20. April in Deuz eine praktische Übung geben. Unter dem Motto „Energiesuche“ werde der Schulwanderführer und Grundschullehrer André Dorn die Teilnehmer in die Natur führen.

Dass auch unkonventionelle Wege beschritten werden müssen, machte Harold Becker der Versammlung in Littfeld deutlich. „S’Ourland“ ist „die junge Outdoor-Erlebnis-Marke des SGV“. Es gehe darum, junge Leute ab 16 anzusprechen. Die ersten Veranstaltungen seien erfolgreich gewesen, weitere Angebote würden für die nächsten Monate geplant. Die reichten von Workshops zum Thema „Tourenplanung und Navigation mit GPS“ bis zu einem Gleitschirm-Schnupperkurs in Willingen. Er sei nicht ganz glücklich, dass die „S’Ourland“-Projekte durchschnittlich 80 oder 90 Euro kosteten. Immerhin gebe es aber zum Saisonauftakt am 28. April im Hemeraner Sauerlandpark den „2. Outdoor Fun Contest“, bei dem die Teilnahme nur 5 Euro koste.

Anschließend wurde Jürgen Althaus einstimmig für vier weitere Jahre als Bezirksvorsitzender gewählt. Im Herbst war Eckhardt Dippel kommissarisch als Nachfolger für den verstorbenen Karl-Heinz Spies eingesetzt worden und sollte nun offiziell zum Stellvertreter werden – allerdings nicht ohne Kritik: „Wir wollen die Jugend ansprechen und nächste Woche sehen die Leute euch beide in den Zeitungen“, so der Deuzer Udo Reik-Riedesel. Warum nicht jetzt Jüngere in den Vorstand kämen? „Ich habe gefragt, angerufen, gebeten“ konterte Jürgen Althaus. Keiner habe gewollt. Er selbst könne sich gut vorstellen, nach zweieinhalb Jahren einen jüngeren Nachfolger zu präsentieren. Nach einer hitzigen Diskussion wurde Dippel wurde bei drei Enthaltungen gewählt. „Das hier ist mein Hobby, ich habe keine Lust, mich noch zu ärgern“, schimpfte anschließend Jugendwartin Petra Klein. Sie lasse sich noch einmal wählen, „aber für eine deutlich abgespeckte Arbeit“. Wer etwas zu meckern habe, solle das sofort tun und nicht erst nach Monaten, sagte die Hilchenbacherin in Richtung des Kritikers aus Deuz.

Quelle: DerWesten, Michael Kunz