. .

 

Das Neueste von heute - und gestern

14.11.2012

Reiterin im Glück: Pferd wieder da aber „Hufschuh“ verloren


wS/wf. Kreuztal Ferndorf – 14.11.2012 – Es war erst ein großer Schreck für Ulrike R. am Montagnachmittag. Sie war mit der Stute Vikaria unterwegs unterhalb vom Kindelsberg in Nähe der kleinen Schutzhütte im Wald oberhalb von Ferndorf. Dort begegnete ihr eine ältere Dame, die mit drei Shettlandponys unterwegs war. Stute Vikaria hatte solch kleine Pferde noch nie gesehen und hat einfach Angst bekommen.

Ulrike R. stieg von Vikaria ab, um sie zu beruhigen. Erst einmal gelang ihr das ganz gut, wenn nicht eins, von den drei Shettlandponys, frei herumgelaufen wäre. Das kleine Pony wollte anscheinend Vikaria begrüßen, was der Stute aber gar nicht geheuer war. Vikaria riss sich los und nahm den Reißaus. Zu allem Überfluss lief das kleine Pony erst noch hinterher.

Nun hatte Ulrike R. ein Problem, denn an der nächsten Straßenkreuzung wusste sie nicht, welche Richtung die Stute eingeschlagen hatte. Zeugen, die im Anschluss das Pferd alleine durch Ferndorf traben sahen, informierten die Polizei. Als die Polizisten zu Ohren bekamen, dass das Pferd noch einen Sattel auf dem Rücken hatte, mussten diese erst vom Schlimmsten ausgehen. Vielleicht hatte das Pferd ja seine Reiterin abgeworfen und diese würde verletzt im Wald liegen.

So machten sich mehrere Streifenwagen auf die Suche, ein Polizeihubschrauber wurde angefordert, um bei der evtl. Verletztensuche behilflich zu sein. Schnell konnte der Hubschrauber, der aus Dortmund bereits auf dem Weg war, aber abbestellt werden. Ulrike R. wurde von einem Streifenwagen angetroffen, unverletzt.

Ende gut, alles gut – ein beherzter Radfahrer konnte auch Stute Vikaria oberhalb vom Kreuztaler Friedhof festhalten. So konnten Pferd und Reiterin wieder zusammengeführt werden. Fast gut – Stute Vikaria hat bei ihrem ungeplanten Ausflug einen „Hufschuh“ verloren. Eine erste Suche seitens Ulrike R. verlief ohne Erfolg. Nun sind Spaziergänger in Ferndorf gefragt – vielleicht finden sie ja diesen „Hufschuh“.

Ganz ohne Rüffel von den ansonsten hilfsbereiten und netten Polizisten kam Ulrike R. dennoch nicht davon. Natürlich hätte sie umgehend der Polizei Kenntnis von dem Missgeschick geben müssen. Die notwendige Rettungskette wurde natürlich aufgrund der unklaren Lage durch die Polizei umgehend in Gang gesetzt, obwohl ihr ja selber nichts passiert war. Für Sie wie jeden anderen Reitsportbegeisterten in einem solchen Fall gilt: Bitte sofort die Polizei anrufen.

Bei der ganzen Aufregung hatte Ulrike R. vergessen, sich ausdrücklich bei dem Radfahrer zu bedanken. Dieses möchte sie über diesen Weg nachholen. Sollten Spaziergänger den „Hufschuh“ finden, reicht eine Mail an uns, wir stellen gerne den Kontakt her.

Quelle: www.wirsiegen.de