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11.12.2008

Jetzt hat der Chef wieder das Sagen


Seit gestern ist der "Handball-Flüsterer" zurück. Cheftrainer Caslav Dincic kehrt nach seinem Europameisterschaftsauftritt in Mazedonien an seinen Arbeitsplatz zurück. (Foto: Agentur rs)

Kreuztal-Ferndorf. (FST) Sehnsüchtig warten die Handballer des TuS Ferndorf auf die Winterpause, denn die Liste der jetzt angeschlagenen Spieler ist lang: Tim Hilger, Alen Sijaric, Timo Blanz, Marc Stenske, Alex Orlov. "Hoffentlich geht das noch einmal gut...", sagt Harald Münker. Der Handball-Abteilungsleiter des TuS Ferndorf, der nach einer Hüftoperation auf dem Wege der Genesung ist, sich aber das Heimspiel am Samstag nicht entgehen lassen will, bekennt freimütig die Situation der Mannschaft: "Wir sind angeschlagen, keine Frage. Ich setze aber auf unsere Willensstärke und hoffe, dass sich die Spieler nochmal richtig reinhängen."

Richtig reinhängen im Duell der beiden Aufsteiger, im Aufeinandertreffen des Tabellenfünften Ferndorf gegen den Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen. Die Verantwortlichen des TuS Ferndorf hoffen am morgigen Samstag (19.30 Uhr) im letzten Spiel des Jahres, in der letzten Begegnung der Hinrunde, auf ein volles Haus in der Sporthalle Stählerwiese.

"Es hätte ein richtiges Endspiel werden können um die Vorherrschaft in der Regionalliga", sagt Münker und trauert dabei vergebenen Chancen hinterher. "Man muss es klar sagen: Wir haben gegen Soest einen Punkt und gegen Dormagen zwei Punkte abgegeben, verschenkt. Wir haben in der Vergangenheit Spiele verloren, die musst du nicht verlieren. Wir haben zehn Minuspunkte und sieben davon haben wir gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte kassiert", ist der Abteilungsleiter schonungslos offen in seiner vorzeitigen Bilanz zur Saisonhalbzeit. Es ist nicht so sehr der Tabellenplatz, der Münker wurmt, es sind vielmehr die Unzulänglichkeiten im Spiel der Ferndorfer in den vergangenen Begegnungen. Doch den Schlussstrich unter das Jahr 2008 zieht Münkerdann erst am Samstagabend gegen 21 Uhr. "Natürlich wollen wir die Hinrunde mit einem Sieg beenden, aber das wird verdammt schwer."

Gestern kehrte der "Chef", Trainer Caslav Dincic, von der Frauen-Europameisterschaft in Mazedonien zurück und auf den Serben dürfte eine Menge Arbeit zukommen, die Mannschaft auf den schweren Gegner einzustimmen - denn der leistete sich in der laufenden Saison nur eine Niederlage und das gegen Tabellenführer TV Korschenbroich hauchdünn mit 37:38. Münker: "Er wird direkt von der ersten Minute an nach seiner Ankunft 120 Prozent geben für den TuS Ferndorf." Damit aber keine falschen Schlüsse gezogen werden, fügte er an, dass ja auch Co-Trainer Axel Gerhard in Dincics Abwesenheit einen ordentlichen Job gemacht hat.

Neben den genannten angeschlagenen Spielern steht auch hinter dem Einsatz von Torhüter Stanislaw Gorobtschuk ein Fragezeichen. Der 20 Jahre junge Torhüter, der beim TuS Ferndorf nur ein Zweitspielrecht hat, rückt bei seinem "Hauptarbeitgeber" VfL Gummersbach, nach der Verletzung des VfL-Schlussmanns Goran Stojanovic, wieder in den Kader des Bundesligisten. Die Gummersbacher spielen am Sonntag in Berlin, Gorobtschuk könnte also am Samstag noch in Ferndorf zwischen den Pfosten stehen. Dazu Münker: "Wir müssen abwarten."

Quelle: Westfälische Rundschau