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Das Neueste von heute - und gestern

03.04.2011

Ferndorfer Zweite macht das Meisterstück


Die zweite Handball-Mannschaft des TuS Ferndorf ist schon vier Runden vor Schluss am Ziel ihrer Träume, steht nach dem 30:27 (14:17) beim Tabellenzweiten VfS Warstein und der gleichzeitigen Schwelmer Niederlage in Hemer vorzeitig als Landesliga-Meister fest, hat somit den Durchmarsch in die Verbandsliga geschafft.

„Wir sind sehr froh, dass wir die Meisterschaft so früh unter Dach und Fach gebracht haben, denn einige meiner Jungs gehen auf dem Zahnfleisch. Jetzt haben wir bis Ende Mai Zeit zum Feiern“, strahlte Trainer Torsten Schierbaum. Natürlich wurde auf dem Warsteiner Parkett gejubelt, endete die feucht-fröhliche Rückfahrt um Mitternacht in der Stammkneipe, wo auch der künftige Spielertrainer Michael Lerscht hinzustieß. „Einige sind wohl jetzt noch da“, meinte Schierbaum am Sonntagmittag.

Zwei Jahre nach dem ärgerlichen Abstieg in die Bezirksliga darf sich die TuS-Zweite also erstmals auf Derbys gegen den RSV Eiserfeld und Kräftemessen mit der gesamten Dortmunder Handball-Armada freuen. „Die Verbandsliga ist für uns absolutes Neuland, aber die Mannschaft hat genügend Substanz und spielerisches Potential, um sich dort zu behaupten“, glaubt Schierbaum. Mit der Leistung in Warstein war er aber über weite Strecken nicht zufrieden: „Wir haben es zwar verstanden, den besten Landesliga-Torschützen Schorlemer zu neutralisieren, aber im Angriff ungewöhnlich viele technische Fehler gemacht, deshalb in der ersten Halbzeit reichlich Gegenstoß-Tore kassiert.“

Die mit nur sieben Feldspielern operierenden Thomanek-Schützlinge gaben bis zum 23:20 (44.) den Ton an. Ganz allmählich aber zeichnete sich ein Kräfteverschleiß gerade bei Goalgetter Ristovic (6) ab, der immer häufiger aber nun zum großen Rückhalt avancierenden Keeper Wellen scheiterte.

Ebenso wichtig war die Steigerung in der Offensive, denn jetzt wurden die Angriffe überwiegend konzentriert abgeschlossen, stimmte auch das Rückzugsverhalten. Nach dem 25:24 (50.) hatte Warstein sein Offensivpulver verschossen, konnte der endlich seine geistige Blockade lösende Spitzenreiter mit einem Dreierpack die Führung übernehmen und mit dem 26:29 (58.) die Entscheidung erzwingen. „21 Spiele in Serie nicht verloren, da kann man schon stolz sein“, jubelte Schierbaum. Sein Meisterteam darf sich schon auf ein weiteres Highlight freuen, denn kommenden Samstag wird der HTV Sundwig/Westig mit seinen Ex-Nationalspielern Krebietzke und Dragunski in Kreuztal erwartet. (bg)

Quelle: Expressi