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08.05.2011

Lange Ferndorfer Nacht nach dem Meisterstück


Ferndorf feierte die Nacht der Nächte. Als der Mannschaftsbus des TuS mit seinen Westdeutschen Handball-Meistern gegen Mitternacht am Backes vorfuhr, erwarteten den Tross aus Leichlingen Bollerschüsse, bengalisches Feuer und ein Fahnenmeer. Die Straße war gesperrt. Es wurde eine lange Nacht.

Die Mannschaft hatte zuvor in der Leichlinger Halle eine wahrlich meisterliche Leistung vollbracht. "Wir hatten auf alles, was die Leichlinger versuchten, die passende Anwort", berichtet Harald Münker. Der Manager zog den Hut vor der taktischen Einstellung des Teams, das auf allen Positionen die Anforderungen mehr als umsetzte.

"Im Prinzip", so Münker, "war dieses Spiel ein Spiegelbild der gesamten Saison."

In der äußerst intensiv geführten Partie schraubte der TuS ab Mitte der zweiten Halbzeit am Resultat, als die Gastgeber ihrem betriebenen Aufwand Tribut zollen mussten. "Ob nun acht Tore Vorsprung oder vier - das ist am Ende egal", so der Manager, "was zählt ist die Leistung - und die war auf dem Punkt einfach super."

Trotz der spontanen Feier vor dem Backes, des kolossalen Empfangs in der Heimat, drehte Harald Münker an der Euphorie-Schraube. "Ein, zwei Tage feiern, dann müssen wir uns noch einmal konzentrieren um auch die letzte Aufgabe am Samstag gegen Nordhemmern angehen zu können."

Denn die Ostwestfalen sind noch mittendrin im Kampf um die Qualifikationsplätze. "Da kann es aus Gründen der Fairness gegenüber der Konkurrenz kein Abschenken geben", will der Abteilungsleiter noch einmal 60 Minuten Spitzenhandball seines Meisterteams sehen.

Und dann geht es in die Stadthalle, wo zum Saisonabschluss ein Fass aufgemacht wird. Mit allen Fans, die zuvor auch das Abschlussspiel besucht haben, wird dann eine Saison gefeiert, die in der Hallenhandball-Geschichte des TuS einen besonderen Stellenwert einnehmen wird.    

Leichlinger TV - TuS Ferndorf 32:40 (18:19).

Ferndorf: Hamers, Rottschäfer; Alen Sijaric (1), Detlling (5), Hilger (3), Klatt, Feldmann (12/6), Lange (4), Mirza Sijaric, Stelzenbach (2), Rommelfanger (13).

Quelle: Expressi