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26.08.2011

Unwetter: Sturm fegt Hochzeitsfestzelt in einen Baum


Kreuztal. Das Unwetter mit starken Sturmböen hinterließ Spuren im Siegerland. Ein Partyzelt für 70 Personen flog in Kreuztal-Ferndorf aus seinen Verankerungen und landete in einem Baum. Die Hochzeitsgesellschaft war noch nicht anwesend, sonst hätte es Tote geben können.

Ein Sturm fegte am späten Freitagnachmittag ein Festzelt für eine 70-köpfige Hochzeitsgesellschaft samt dazugehörigem Küchenzelt im Kreuztaler Stadtteil Ferndorf in Irlenhecken in einen Baum. Ein Mitarbeiter eines Cateringunternehmens verletzte sich leicht, als ihm beim anfänglichen Versuch, das Unglück zu verhindern, ein Klapptisch gegen den Kopf flog. Ein achtköpfiges Helferteam war gerade damit beschäftigt, die letzten Handgriffe an den eingedeckten Tischen in dem auf freiem Feld stehenden Zelt zu tätigen, als eine Gewitterfront über Kreuztal hinwegbrauste.

Zeltstandort mit Scherben übersät
Als das Brautpaar, das während des Unglücks gerade beim Standesamt saß, am vorgesehenen Festort eintraf, waren Feuerwehrleute aus Ferndorf und Kreuztal bereits damit beschäftigt, das 10x12 Meter messende Zelt aus dem Geäst und von einer abgeknickten Straßenlaterne zu bergen. Der einstige Zeltstandort war mit Scherben übersät; die Hochzeitshelfer waren dabei, die Trümmer zusammenzuräumen. „Gott sei Dank, dass die Gäste noch nicht da waren – wenn 70 Leute hier gewesen wären, das hätte Tote gegeben“, spekulierte der Chef des Cateringunternehmens vor Ort über das Glück im Unglück.

Bürgermeister Kiß sorgt für rasche Hilfe
Knapp anderthalb Stunden nach dem Sturm hatte die Ratlosigkeit der fassungslos neben den Trümmern stehenden Hochzeitsgesellschaft ein Ende: Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß war persönlich an den Unglücksort geeilt und bemühte sich um rasche Hilfe: „Ich versuche jetzt, die Feier zu retten, indem wir einen Raum besorgen“, ließ er das Brautpaar wissen und griff zum Telefon.

„Notquartier“ im Feuerwehrgerätehaus
Minuten später konnte er der Hochzeitsgesellschaft eine „Notunterkunft“ anbieten, nämlich den Schulungsraum des Kreuztaler Feuerwehrgerätehauses. Bis nach Einbruch der Dunkelheit war die Feuerwehr damit beschäftigt, die Konstruktion aus Planen, Verstrebungen und Resten der Festbeleuchtung aus dem dem Dickicht des Baumes herunterzuholen.

Quelle: Der Westen: Hartwig Sellmann, Björn Hadem