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07.10.2011

Im Oktober fallen die Würfel


TuS Ferndorf steht vor fünf richtungweisenden Spielen
Wieder zwei Spieler krank

Von wegen: schlimmer kann es nicht komrnen ...

geo.  Nach der desaströsen 23:33-Heimniederlage des TuS Ferndorf am letzten Samstag gegen Zweitliga-Ab­steiger HSG Varel-Friesland erkannte manch enttäuschter Zuschauer auch eine gute Seite und dachte: na ja, schlimmer kann es ja nicht kommen ... Wenn man sich da mal nicht getäuscht hat. Denn in der vorvorigen Spielzeit, genauer am 20. Februar 2010, unterlag das Ferndorfer Team der Gastmannschaft Bayer Uerdingens mit 32:44. Und genau diese Uerdinger sind morgen um 18 Uhr der nächste Gegner des TuS Ferndorf - und in erstaunlich bestechender Form!

Dabei ist es nicht nur diese Partie, vor der man sich schon mal fürchten sollte. Der gesamte Herbstmonat Oktober ist ge­spickt mit kleinen Grausamkeiten. Und am Ende wird man wohl sehen, wohin die Reise der Ferndorfer in dieser Saison der 3. Handball-Liga West gehen wird. Drei Auswärtsspiele hintereinander (Uerdingen, dann OHV Aurich, dann Ex­Zweitligist OSC Rheinhausen); danach DHB-Pokal gegen den VfL Gummersbach; und dann als Krönung das Spitzenspiel ge­gen den TuS Wermelskirchen, dass aber erst noch ein Spitzenspiel werden muss.

Denn bis dahin muss das Team von Trai­ner Caslav Dincic erst einmal seine Leis­tung stabilisieren und nicht mehr von ei­ner Woche zur anderen von einem Extrem ins andere fallen. Weckte nämlich der tri­umphale Erfolg in Wilhelmshaven Gelüste auf mehr, so rückten die Hünen aus Fries­land die Verhältnisse schnell zurecht. Auf­fällig an dieser noch jungen Saison ist nicht nur in Ferndorf, das kleine Sünden der je­weilige Gegner sofort bestraft. Dincic: „Wir haben auch letzte Saison nicht immer sehr gut gespielt. Aber da hießen die Gegner auch mal Aldekerk oder Hatten oder Hamm, und wir haben dann auch mit einer befriedigenden Leistung noch gewonnen. Das ist diese Saison nicht mehr möglich."

Um so mehr schmerzt es den Perfektio­nisten an der Ferndorfer Seitenlinie, dass immer wieder kleine Kleinigkeiten seine Planur Qen durchkreuzen. In dieser Woche fehlen beispielsweise Mario Allendörfer und Mirza Sijaric grippe-geschwächt im Training. Immerhin steht seit Mittwoch Mi­chael Feldmann wieder voll im Saft, eine außerordentlich wichtige Personalie, wie Dincic durchblicken lässt: -Michael ist un­ser Mann für schnelles, organisiertes Spiel_ Andere nehmen oft das Tempo raus. Wir missen aber Tempo-Handball spielen,  in jedem Spiel zu schnellen, einfachen Toren zu kommen."

Denn es ist augenfällig geworden, dass mit immer mehr handballerischer Klasse in der 3. Liga ein Schwachpunkt des TuS­Kaders offenkundiger wird: es gibt keine „Riesen" im Team, die mal so mir nichts, dir nichts eine stabile 6:o-Deckung über­springen und das Ding machen. Ferndorfs Spiel lebt hingegen mehr vom Tempo und von der Variation.

Ach ja: Uerdingen baut auch auf eine stabile 6:0-Deckung und hat zudem in Rückkehrer Thomas Pannen eine sehr sta­bilisierende Figur im Team, der nicht nur im Angriff von Thomas Heider und Ste­phan Pletz kongenial unterstützt wird. Dieses Trio kommt alleine schon auf bis­lang 66 Tore. Mit 8:2 Punkten legte das Team von Trainer Jörg Förderer, das letzte Saison erst in allerletzter Sekunde auf den Drittliga-Zug aufsprang, einen Super-Sai­sonauftakt hin. "Die sind seit Jahren einge­spielt, was sich jetzt auszahlt", glaubt Din­cic. Daran hapert es noch bei den Ferndor­fern, die ihre beiden neuzugänge Jonas Faulenbach und Mario Allendörfer nur unzureichend in das Spielsystem einbauten. Und Kapitän Feldmann fehlte nicht nur lange in der Vorbereitung sondern auch letzte Woche wieder (krank). Alles in allem keine guten Voraussetzungen für den Mo­nat der Wahrheit.

• Live-Ticker aus Uerdingen ab ca. 17.30 Uhr unter www.siegener-zeitung.de

500 Tickets weg
Sehr gut angelaufen ist diese Woche der Vorverkauf für das DHB-Pokal­spiel der 3. Runde zwiwschen dem TuS Ferndorf und dem elffachen Deutschen Meister VfL Gummers­bach am 25. Oktober (Dienstag, 20 Uhr). In der Vorverkaufsstelle (Provi­nizial Hirsch, Kreuztal, Marburger Str. 29) gingen bis gestern 300 Karten weg. Der Bundesligist hat 100 Tickets angefordert und noch mal so viele muss der Verein für DHB, WHV und/oder andere Repräsentanten oder Ehrengäste zurückhalten. Karten können auch weiterhin an allen Werktagen (und samstags von 10 bis 12 Uhr) in Kreuztal bestellt bzw. ge­kauft werden.

Quelle: Siegener Zeitung